„Von Jesus angeschaut“ – unter diesem Leitwort haben sich unsere Erstkommunionkinder auf den Versöhnungsweg gemacht.
Ausgangspunkt war die biblische Geschichte von Zachäus. In ihr wird erzählt, wie Jesus einen Menschen sieht, der von vielen anderen bereits abgeschrieben war – und ihm mit seinem Blick neues Vertrauen und einen neuen Anfang schenkt.

Auch unser Leben spielt sich in Beziehungen ab: in der Familie, in der Schule, mit Freunden und natürlich auch in unserer Beziehung zu Gott. Wo Menschen zusammenleben, kommt es immer wieder zu kleinen und großen Verletzungen. Worte sind schnell ausgesprochen, Streit entsteht, und manchmal merken wir erst später, dass wir jemandem wehgetan haben.

Auf dem Versöhnungsweg waren die Kinder eingeladen, darüber nachzudenken: Wo ist mir so etwas passiert? Wo habe ich vielleicht jemanden verletzt? Aber auch: Was gelingt mir gut? Wo bringe ich Freude und Gutes in das Leben anderer Menschen?
Damit die Kinder diesen Weg nicht allein gehen mussten, begleiteten sie eine Vertrauensperson aus der Familie – ein Elternteil oder eine andere nahestehende Person. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg durch verschiedene Stationen zu wichtigen Bereichen des Lebens: Familie, Schule, Freizeit, Gott und Kirche. Die Impulse an den Stationen halfen dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und einander neu zu verstehen.

Viele Kinder – und auch ihre Begleitpersonen – erlebten diesen Weg als etwas Besonderes. Es entstand Raum, über Dinge zu sprechen, die im Alltag manchmal keinen Platz finden. Dabei wurde spürbar: Gott schaut uns liebevoll an.
Im Rahmen des Versöhnungsweges gab es auch die Einladung zur Erstbeichte. Für viele Kinder war sie ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg zur Erstkommunion.
Der Versöhnungsweg wollte den Kindern besonders eines nahebringen: Gott ist ein Gott der Barmherzigkeit. Und auf dem Weg der Versöhnung müssen wir nicht allein gehen – Gott begleitet uns.