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Eucharistie - Gott schenkt sich uns

Die Feier der Eucharistie (Heilige Messe) bildet die lebendige Mitte des katholischen Glaubens und die Quelle, aus der Katholiken leben.

Foto: Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

 

Sie ist weit mehr als ein Erinnerungsmahl: Wir glauben, dass Jesus Christus in den Gaben von Brot und Wein real gegenwärtig ist. In der Kommunion schenkt Gott sich uns ganz, um uns zu stärken und mit ihm sowie untereinander zu verbinden.

 

Die Feier der Eucharistie, auch Heilige Messe genannt, ist die Quelle, aus der Christinnen und Christen seit 2.000 Jahren Kraft schöpfen. Sie ist ein gewachsenes Ritual, durch das Menschen die Nähe Gottes Tag für Tag erfahren dürfen.

 

Ausgangspunkt der Eucharistiefeier ist die Erfahrung der Menschen mit Jesus Christus. Für seine Jünger und die Menschen, die ihm begegneten, war Jesus ein lebendiges Zeichen der Nähe Gottes. Er machte spürbar: Gott lässt sich ansprechen und berühren, er verurteilt nicht, er setzt sich zu uns an den Tisch. In Jesus hat Gott die Distanz zu uns Menschen überwunden.

 

Ein Zeichen, das bleibt

Beim letzten Abendmahl, kurz vor seinem Tod, stiftete Jesus ein Zeichen der bleibenden Nähe. Er nahm Brot und Wein und sprach: „Das ist mein Leib … Das ist mein Blut … Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Katholikinnen und Katholiken glauben, dass er in diesen Zeichen real gegenwärtig ist. Eucharistie heißt:

 

  • Danksagung: „Eucharistie“ bedeutet „Danksagung“. Dank für das Leben und die Schöpfung.

 

  • Wandlung: So wie Brot und Wein gewandelt werden, sollen die Empfangenden verwandelt werden zu Menschen der Liebe und des Friedens.

 

  • Brot des Lebens: Brot stillt den Hunger. In der Eucharistie stillt Gott einen tieferen Hunger nach Leben und Sinn. Er schenkt sich selbst.

 

  • Gebrochenes Brot: Das Brot wird geteilt. Gott kennt unser „Stückwerk“, unsere Brüche. Er teilt unser Leben, um es zu heilen.

 

 

Quelle: Erzdiözese München und Freising