© pixabay
© pixabay

Turmfalken-Nachwuchs in Lünen

Auf dem Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche in Lünen gibt es Nachwuchs.

Fünf zuckersüße Turmfalkenjunge sind auf dem Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche geboren und werden jetzt von ihren Eltern aufgezogen.

Dort oben sind sie gut geschützt vor jeglichen Blicken. Allein Herr Kruthoff von der Abteilung Naturschutz des SGV schaut manchmal nach dem Rechten. Das haben die kleinen Vögel natürlich sofort gemerkt.

 

Wer kommt denn da zu Besuch? Foto: Kruthoff

 

Wie man am hin- und herfliegen der Elternvögel sehen kann, werden die Kleinen gut versorgt und auf das Leben in der Welt vorbereitet.

 

Der Turmfalke – Häufiger Jäger der Lüfte

Der Turmfalke ) gehört zu den bekanntesten Greifvögeln Europas. Mit einer Flügelspannweite von etwa 70–80 Zentimetern ist er deutlich kleiner als Bussarde oder Habichte. Auffällig ist sein sogenannter Rüttelflug: Dabei steht er nahezu auf der Stelle in der Luft und sucht den Boden nach Beute ab.

Turmfalken ernähren sich vor allem von Mäusen, kleinen Vögeln, Insekten und anderen Kleintieren. Sie sind sehr anpassungsfähig und leben sowohl in offenen Landschaften als auch in Städten und Dörfern.

Besonders bekannt sind Turmfalken als Brutvögel in Kirchtürmen. Sie bauen meist kein eigenes Nest, sondern nutzen Nischen, Mauervorsprünge oder verlassene Nester anderer Vogelarten. Kirchtürme bieten ihnen ideale Bedingungen: einen geschützten Brutplatz in großer Höhe sowie einen guten Überblick über die Umgebung. Zwischen April und Mai legt das Weibchen meist vier bis sechs Eier, die etwa vier Wochen bebrütet werden. Nach weiteren vier bis fünf Wochen verlassen die Jungvögel das Nest.

Für den Menschen sind Turmfalken nützliche Nachbarn, da sie große Mengen an Mäusen erbeuten. Viele Kirchengemeinden und Naturschutzgruppen fördern deshalb ihre Ansiedlung durch spezielle Nistkästen in Türmen und an hohen Gebäuden.

Der Turmfalke gilt in vielen Regionen als Symbol für eine lebendige Kulturlandschaft und bereichert mit seinen Flugkünsten das Bild unserer Städte und Dörfer.